Episode #146
Schickt uns euer Feedback zur Episode
Kultur wird in Organisationen ständig beschworen und genau das ist das Problem: Als Schlagwort klebt sie auf Postern, taucht in Strategiepapieren auf und endet trotzdem oft in Schulterzucken. Wir wollen es genauer wissen und holen Organisationskultur aus der Wolke ins Konkrete, gemeinsam mit Philippe Merz, promovierter Philosoph und Mitgründer der Thales-Akademie für angewandte Philosophie in Freiburg.
Wir sprechen darüber, warum es keine Nicht-Kultur gibt und warum der Kulturbegriff trotzdem hilfreich sein kann, wenn wir ihn als Signal nehmen, tiefer zu bohren. Philipp erklärt Kultur als informale Seite von Organisationen: Routinen, Gewohnheiten, Trampelpfade, Tabus, Humor und das, was sozial geschützt oder sanktioniert wird. Wir greifen außerdem die systemtheoretische Perspektive auf, in der Kultur als unentscheidbare Entscheidungsprämissen wirkt, und fragen, was das für echte Veränderung bedeutet.
Besonders praktisch wird es beim Blick auf das Ensemble aus drei Ebenen: Formalstruktur, Informalität und Schauseite. Wenn Außenbild und gelebte Praxis auseinanderlaufen, entsteht Sarkasmus bis hin zu organisationellem Zynismus, ein echter Veränderungskiller. Wir diskutieren, warum Kulturwandel weder per Ansage verordnet werden kann noch völlig unsteuerbar ist, und was stattdessen hilft: klare Mandate, stimmige Anreiz- und Vergütungslogiken, verantwortungsvolle Führung und vor allem geschützte Reflexionsräume, in denen Menschen ehrlich miteinander denken und Erwartungen klären können.
02. Juli 2026

Audio
Episode #146
Schickt uns euer Feedback zur Episode
Kultur wird in Organisationen ständig beschworen und genau das ist das Problem: Als Schlagwort klebt sie auf Postern, taucht in Strategiepapieren auf und endet trotzdem oft in Schulterzucken. Wir wollen es genauer wissen und holen Organisationskultur aus der Wolke ins Konkrete, gemeinsam mit Philippe Merz, promovierter Philosoph und Mitgründer der Thales-Akademie für angewandte Philosophie in Freiburg.
Wir sprechen darüber, warum es keine Nicht-Kultur gibt und warum der Kulturbegriff trotzdem hilfreich sein kann, wenn wir ihn als Signal nehmen, tiefer zu bohren. Philipp erklärt Kultur als informale Seite von Organisationen: Routinen, Gewohnheiten, Trampelpfade, Tabus, Humor und das, was sozial geschützt oder sanktioniert wird. Wir greifen außerdem die systemtheoretische Perspektive auf, in der Kultur als unentscheidbare Entscheidungsprämissen wirkt, und fragen, was das für echte Veränderung bedeutet.
Besonders praktisch wird es beim Blick auf das Ensemble aus drei Ebenen: Formalstruktur, Informalität und Schauseite. Wenn Außenbild und gelebte Praxis auseinanderlaufen, entsteht Sarkasmus bis hin zu organisationellem Zynismus, ein echter Veränderungskiller. Wir diskutieren, warum Kulturwandel weder per Ansage verordnet werden kann noch völlig unsteuerbar ist, und was stattdessen hilft: klare Mandate, stimmige Anreiz- und Vergütungslogiken, verantwortungsvolle Führung und vor allem geschützte Reflexionsräume, in denen Menschen ehrlich miteinander denken und Erwartungen klären können.
02. Juli 2026
